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Am Dienstag fand in Sintra, Portugal, die Jahrestagung der Europäischen Zentralbanken statt. Dort äußerte sich die EZB-Chefin Christine Lagarde dahingehend, dass zukünftige Zinsschritte noch nicht ausgeschlossen sind. Zusätzlich dazu fiel die Inflationsrate höher aus als erwartet, was auf eine mögliche Zinserhöhung hindeutet. Zur gleichen Zeit äußerte sich der Präsident der US-amerikanischen Notenbank, Jerome Powell, skeptisch in Bezug auf das Ende der Zinserhöhungen. Dies basiert auf den nach wie vor robusten US-Arbeitsmarktdaten. Die Märkte reagierten entsprechend, und die langfristigen Zinsen in den Industrieländern stiegen nach diesen Aussagen an. Gold, das keine Zinsen bietet, reagierte ebenfalls auf die Gefahr steigender Zinsen und fiel zeitweise unter die Marke von 1900 US-Dollar. Die Aktienmärkte zeigten sich davon unbeeindruckt, und die US-Börse verzeichnete sogar Gewinne. Dies wurde durch das Bestehen des Stresstests durch große Banken ausgelöst. Der SMI (Swiss Market Index) blieb nahezu unverändert, wobei Novartis, Nestlé und Swiss Life den Markt etwas ausbremsten. Ob es ein Sommerloch an der Börse geben wird, lässt sich schwer vorhersagen. Es sollte jedoch eine ruhige Zeit bevorstehen. In der nächsten Woche erwarten wir bedeutende Wirtschaftsnachrichten, darunter wichtige Einkaufsmanagerindizes aus den USA sowie Konjunkturumfragen aus China und Japan. Außerdem stehen Daten zum US-Arbeitsmarkt an. Da sich die Konjunktur jedoch eher abzukühlen scheint, werden positive Impulse fehlen.