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Man müsste mal … lauter sein gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und rechte Hetze

Ihr ganzes Leben ist von Politik geprägt, meint Reem Alabali-Radovan. Ihre Eltern waren im Irak politisch verfolgt, gingen in die Sowjetunion und landeten Mitte der 90er Jahre in Mecklenburg-Vorpommern. Den Krieg im Irak 2002 verfolgt sie als Jugendliche aus dem fernen Schwerin und ist doch nah dran.

Ihr Weg führt sie 2015 nach Nostorf-Horst in die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Hierher kommt sie bereits zum zweiten Mal. Das erste Mal kam sie mit ihren Eltern als „Flüchtlingskind“. Dieses Mal ist sie nach dem Studium Mitarbeiterin der Landesverwaltung.

Später wirkt Alabali-Radovan als Integrationsbeauftrage des Landes Mecklenburg-Vorpommerns bereits stärker im politischen Raum. Eine Reihe von Ereignissen bringen sie zu der Überzeugung, dass sie sich auch parteipolitisch engagieren und dass sie Flagge zeigen möchte. Anschläge wie die in Halle und in Hanau, der Mord an Walter Lübcke, die Enthüllungen zum NSU und zum Nordkreuz-Komplex, die Radikalisierung im rechten Spektrum und anderes, bewegen sie sehr. Sie ist überzeugt, dass es strukturellen Dinge sind, die in den Blick genommen werden müssen. Hier sieht sie Versäumnisse und hier will sie mitwirken.

Seit einem guten halben Jahr ist sie nun Staatsministerin beim Bundeskanzler und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie seit Februar 2022 auch die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus.

Über ihren Weg in die Politik, warum sie sich für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands entschieden hat und was sie sich für die nächste Zeit vorgenommen hat, berichtet Reem Alabali-Radovan im Podcast „Man müsste mal …“

Diese Folge haben wir am 19. April 2022 aufgenommen.