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Description

Prof. Heinrich Theodor Grütter, Hanneliese Palm und Stefanie Grebe stellen den Schriftsteller und Fotografen Erich Grisar (1898-1955) vor. Das Ruhr Museum zeigt Erich Grisars Fotografien sowie ausgewählte Schriften und Dokumente aus seinem Nachlass vom 14. März 2016 bis zum 28. August 2016 . Die Ausstellung ist Teil eines großen Kooperationsprojektes. Das Ruhr-Museum entdeckt Erich Grisar zusammen mit dem Stadtarchiv Dortmund, wo der fotografische Nachlass liegt, und dem LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, wo die Ausstellung vom 24.2.2017 bis 8.10.2017 gezeigt wird, als Fotografen. Das Fritz-Hüser-Institut, wo der schriftstellerische Nachlass aufbewahrt wird, und die LWL-Literaturkommission für Westfalen, die weitere Werke Grisars bewahrt und herausgibt, widmen sich seinem literarischen Werk. Erich Grisar wurde am 11. September 1898 in Dortmund als Sohn eines Fabrikarbeiters geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und dem Abschluß seiner Lehrzeit arbeitete er in Dortmund als technischer Vorzeichner in Maschinenfabriken, Hüttenwerken und im Brückenbau. Im Ersten Weltkrieg verwundet. Der Kriegsausgang erweckte in ihm den revolutionären „Arbeiterdichter". (Kutzbach 1950) Seit 1922 lebte er als freier Schriftsteller in Butzbach/Hessen, Leipzig und wieder Dortmund, wo er seinem erlernten Beruf nachging. Während der NS-Zeit stand er unter Publikationsverbot. Er unterhielt während dieser Zeit Kontakte zu emigrierten Schriftstellern. Tätigkeit als Vorzeichner in einer Dortmunder Fabrik. Nach Kriegsende arbeitete er als Bibliothekar der Dortmunder Stadtbücherei. Er starb am 30. November 1955 in Dortmund (Quelle: LWL). Veröffentlichungen (kleine Auswahl): „Morgenrot". Gedichte. Seidel'sche Verlagsbuchhandlung, Sulzbach 1920. „Das Herz der Erde hämmert". Skizzen und Gedichte. Verlag für proletarische Freidenker, Leipzig 1923. „Gesänge des Lebens". Gedichte. Thüringer Verlagsanstalt, Jena 1924. „Das atmende All". Gedichte. Roter Türmer, Leipzig 1925. „Schreie in der Nacht". Ein Buch der Besinnung. Verlag für proletarische Freidenker, Leipzig 1925. „Bruder, die Sirenen schrein". Gedichte für meine Klasse. Arche, Hirsau 1931. „Mit Kamera und Schreibmaschine durch Europa". Bilder und Berichte. Der Bücherkreis, Berlin 1932. „Siebzehn Brückenbauer, ein paar Schuh". Ein Werkroman. Köhler, Hamburg 1937. „Monteur Klinkhammer und andere Brückenbauergeschichten". Gauverlag, Bayreuth 1943. „Kindheit im Kohlenpott". Volk und Zeit, Karlsruhe 1946. „Die Holtmeiers". Roman. Köhler, Hamburg 1946. „Zwischen den Zeiten". Ausgewählte Gedichte. Köhler, Hamburg 1946. „Die Tat des Hilko Boßmann". Erzählung. Bollwerk, Offenbach 1947. „Die Hochzeit in der Kesselschmiede". Roman. Felsenburg, Marburg 1949. „Der lachende Reinoldus". Alte und neue Anekdoten aus einer alten Hanse- und jungen Industriestadt. Wulff, Dortmund 1953. „Erich Grisar Lesebuch". Zusammengestellt und mit einem Nachwort von Walter Gödden. Aisthesis, Bielefeld 2012. „Ausgewählte Werke". Hrsg. von Fiona Dummann, Walter Gödden, Kerstin Mertenskötter. Aisthesis, Bielefeld 2014. „Cäsar 9". Roman. Hrsg. von Arnold Maxwill. Aisthesis, Bielefeld 2015. „Mit Kamera und Schreibmaschine durch Europa". Bilder und Berichte von Erich Grisar. Hrsg. von Andrea Zupancic. Klartext, Essen 2016. „Ruhrstadt". Porträt einer Stadt. Roman. Hrsg. von Arnold Maxwill. Aisthesis, Bielefeld 2016.