Sommerhaus, 28 years later
Holy Hermann! Vom »Fräuleinwunder« zur Klassikerin
Judith Hermann (Autorin)
28 Jahre nach der Erstveröffentlichung liest die Autorin von Sommerhaus, später (1998) aus ihrem Werk vor — mit einem gelben Reclams-Universal-Bibliothek-Bändchen in der Hand. So ist es: Judith Hermann ist jetzt RUB und sozusagen doppelt kanonisiert — sie lebt hinfort im deutschen Literaturkanon und -pantheon zugleich. 1999 wurde sie vom SPIEGEL noch subsäftelnd als Teil eines »Fräuleinwunders« bezeichnet — heute Schullektüre, Klassiker, Literaturgeschichte. Alexander Košenina, Professor am Deutschen Seminar der Leibniz Universität und Literaturkritiker für die FAZ, hat RUB 14699 mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen. Bei ihrem dritten Salon-Besuch fragt er die Autorin, wie sie selbst auf die 28 Jahre zurückblickt, was der »Berliner Sound« war (oder ist?) und wie Sommerhaus, später sich im Kontext der Hermann’schen Poetikvorlesung Wir hätten uns alles gesagt von 2023 liest. Moderation Alexander Košenina.
Foto: Rosa Burczyk