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Web Performance ist kein Nice-to-have, sondern die Grundlage für gute User Experience. In dieser Folge sprechen Fabian und Garrelt mit Christian „Schepp“ Schaefer über die großen und kleinen Hebel für schnelle Webanwendungen. Der freiberufliche Web-UI-/UX-Engineer und Co-Host des Working Draft Podcasts bringt nicht nur tiefes technisches Wissen mit, sondern auch eine klare Haltung: Performance entsteht nicht nebenbei – sie ist eine bewusste Architekturentscheidung.

Gemeinsam gehen wir zurück zu den Wurzeln der Web Performance und klären, warum die bekannte 80/20-Regel von Steve Souders auch heute noch gilt: Die meisten Bottlenecks entstehen im Frontend. Wir diskutieren, warum wir uns seit Jahren zwischen Server-Side Rendering und Client-Side-Logik hin- und herbewegen und was das für moderne Web-Architekturen bedeutet.

Im Gespräch wird deutlich, dass Performance mehr ist als Ladezeit. Schepp erklärt die drei zentralen Dimensionen: Ladezeit, Runtime Performance und Layout-Stabilität – ein Faktor, der in der Praxis oft unterschätzt wird. Wir sprechen darüber, wie sich rechenintensive Aufgaben mithilfe von Web Workern und dem Actor Model aus dem Main Thread auslagern lassen, um Interaktionen flüssig zu halten. Dabei geht es auch um konkrete Tools wie Comlink und die Frage, wie man Rendering, Filter oder Übersetzungen sinnvoll parallelisiert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz moderner Browser-Features. Schepp zeigt, warum viele Probleme heute besser mit CSS als mit JavaScript gelöst werden können, etwa durch Scroll Snapping oder die neue Carousel API, die klassische Slider-Libraries überflüssig macht. Ergänzt wird das durch einen Blick auf Tooling und Messmethoden, von WebPageTest über die Chrome DevTools bis hin zu Real User Monitoring mit Sentry.

Auch architektonische Entscheidungen werden kritisch beleuchtet. Anhand von Erfahrungen aus realen Projekten diskutieren wir, warum BEM in großen Codebases an Grenzen stoßen kann und weshalb ein Utility-First-Ansatz wie Tailwind CSS unter bestimmten Bedingungen Performance-Vorteile bringt. Schepp gibt außerdem Einblicke in seinen eigenen Stack rund um PHP und Twig und teilt Learnings aus der Praxis, inklusive der Frage, wie viel JavaScript wir Nutzer:innen heute eigentlich noch zumuten sollten.

Wenn ihr verstehen wollt, wie ihr eure Webanwendung wirklich schneller macht – und nicht nur theoretisch darüber nachdenkt – ist diese Folge genau das Richtige für euch. Habt ihr Feedback zur Folge oder eigene Performance-Tricks? Schreibt uns auf Discord oder nutzt den Hashtag #GarreltMockRockt!

Weitere Links aus der Folge: