In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Alex Bertrams vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Bern über eine hochaktuelle und zugleich komplexe Frage: Warum engagieren sich Menschen für gesellschaftliche Ziele – und welche Motive treiben sie dabei wirklich an?
Die Diskussion rückt die dunkle Triade der Psychologie ins Zentrum: Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie. Prof. Alex Bertrams erklärt, warum Aktivismus für manche Menschen besonders attraktiv wird – als Bühne für Anerkennung, moralische Überlegenheit oder Nervenkitzel. Forschung zum Umweltaktivismus zeigt, dass Engagement nicht nur aus Altruismus entsteht, sondern sehr unterschiedliche Motive vereinen kann.
Diese Folge zeigt, was auf dem Spiel steht, wenn Ego wichtiger wird als die Sache: Vertrauen geht verloren, Unterstützung bricht weg, Bewegungen verlieren ihre Wirkung.
Vor diesem Hintergrund regt sie uns dazu an, Aktivismus differenziert zu betrachten und die Motive hinter öffentlicher Moral nicht vorschnell zu bewerten.
Dieser Podcast wird produziert von der Phil.-hum. Fakultät der Universität Bern.
Bei den besprochenen Inhalten handelt es sich um aktuelle Forschungsergebnisse, welche zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Podcasts vorläufige Gültigkeit haben.
Bei Anregungen, Fragen oder Feedback zum Podcast: foma.humdek@unibe.ch
Experte zu Gast: Prof. Dr. Alex Bertrams
Moderation und Produktion: Julia Wess