Bernd Bender, Dharma-Vortrag am 04. Dezember 2025, Rohatsu-Sesshin, Wilhelmsaue
Sieben Tage lang soll Shakyamuni Buddha bis zu seiner Erleuchtung gesessen haben. Am zweiten Tag versuchte Mara ihn von dem abzuhalten, was er da tat: offen zu sein für das, was ist. Bernd geht in seinem Vortrag noch einmal genauer auf den Praxisansatz des Buddha ein, dessen Ausgang eine Kindheitserinnerung war, in der der junge Siddartha in tief empfundener Verbundenheit mit dem Leben ruhte. Dabei zieht Bernd Dōgen Zenjis Fukanzazengi heran und unterstreicht, dass es sich bei diesem Ansatz nicht um eine Meditationspraxis handelt, in der etwas verändert oder erreicht werden müsste. Vielmehr geht es um eine Offenheit für das, was sich von Moment zu Moment entfaltet. Als Siddartha aufhörte, etwas an seiner Erfahrung verändern zu wollen, verlor Mara seine Macht. Können wir uns und anderen erlauben, die Person zu sein, die wir sind?