Die Neutralität gilt als eine der ältesten und wichtigsten Traditionen der Schweiz. Doch war das Land tatsächlich schon immer neutral? Und hat die Neutralität die Schweiz wirklich vor Kriegen bewahrt?
Wir nehmen die Geschichte dieses nationalen Glaubenssatzes genauer unter die Lupe und erzählen, weshalb sich die kriegerische Eidgenossenschaft allmählich aus den europäischen Konflikten zurückzog, wie die Neutralität im 20. Jahrhundert zum identitätsstiftenden Mythos wurde und warum sie immer wieder neu ausgelegt werden musste. Dabei geht es auch um ihre weniger ruhmreichen Seiten: um Geschäfte mit kriegführenden Staaten, koloniale Verflechtungen und die sogenannte Neutralitätsdividende.
Der Vergleich mit Belgien zeigt zudem, dass Neutralität allein keinen Schutz vor Krieg garantiert. Und so stellt sich bis heute die entscheidende Frage: Ist sie Friedenspolitik, Überlebensstrategie oder vor allem ein flexibles Instrument schweizerischer Interessen?
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Wer noch mehr hören möchte zur Geschichte der Schweizer Neutralität, insbesondere zur Zeit vor dem 20. Jahrhundert, unbedingt in die Folge von «Überall Geschichte» reinhören!