Vom Turnverein bis zum Spitzensport: Wer bestimmte, wie Frauen sich bewegen durften – und wie ihre Körper auszusehen hatten?
Mit der Historikerin Yvonne Schüpbach erkunden wir die Geschichte des Frauenturnens und des Frauenkunstturnens in der Schweiz. Wir fragen, weshalb Bewegung Frauen auf die Mutterschaft vorbereiten sollte und wie Vorstellungen von «Weiblichkeit» die Regeln des Wettkampfsports prägten. Im Kalten Krieg rückten zunehmend junge, leichte Turnerinnen ins Zentrum – mit weitreichenden Folgen für die Mädchen und ihre heranwachsenden Körper.
Wir sprechen auch über Machtverhältnisse und Strukturen, die Gewalt ermöglichten, sowie über die Handlungsspielräume der Athletinnen. Dabei zeigt sich ein grundlegender Widerspruch: Die Bevormundung von Frauen wurde mit ihrem Schutz begründet, während wirksamer Schutz vor Gewalt ausblieb.
Eine Folge über Körper, Geschlecht und Verantwortung – und darüber, was die Geschichte des Turnens über die Gesellschaft erzählt.
Hier findet ihr das Buch von Yvonne Schüpbach, frisch von der Druckerpresse.
Und wer noch mehr eintauchen möchte in die Geschichte des Sports: Im Stadtmuseum Aarau läuft noch bis im März die Ausstellung "Sport - was uns bewegt" mit einem spannenden Rahmenprogramm, unter anderem mit Yvonne Schüpbach.
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