Anna: Hallo, herzlich willkommen bei:
Ardhi: „Grüße aus Deutschland“.
Anna: Sie hören die Folge:
Ardhi: „Im Restaurant“.
Anna: Ardhi hat mich für heute Abend zum Essen eingeladen. Ich bin schon ge spannt, was er kochen wird.
Ardhi: Was schmeckt dir überhaupt nicht?
Anna: Hm … Spinat schmeckt mir nicht. Dieses langweilige Gemüse mit den großen grünen Blättern. Uah.
Ardhi: Gut, also keinen Spinat.
Anna: Sie hören jetzt Sprecher, die Ihnen sagen, was ihnen schmeckt und was nicht. Sie können es auch gleich nachsprechen, wenn Sie wollen.
Sprecher: Nudeln mit Tomatensoße
Aufgabe
Ardhi: Das schmeckt ihr.
Sprecher: Kartoffelsuppe
Aufgabe
Anna: Das schmeckt ihm nicht.
Sprecher: Sauerkraut
Aufgabe
Ardhi: Das schmeckt ihr nicht.
Sprecher: Schokoladeneis
Aufgabe
Anna: Das schmeckt ihm. Du, Ardhi, was willst du denn für mich kochen?
Ardhi: Hm … vielleicht eine Suppe … und dann … Gemüse mit Reis.
Anna: Mhm, Gemüse, Suppe … klingt gut. Dann kochen zwei.
Ardhi: Wieso zwei? Willst du auch kochen?
Anna: Nein, du kochst und die Suppe kocht.
Ardhi: Ach so, ja: „Man kocht Essen“. Also: Man macht Essen.
Anna: Und: „Das Essen kocht“.
Ardhi: Also: Das Essen wird sehr heiß, so dass Dampf aufsteigt.
Anna: Kochen - da gibt es doch ein Sprichwort … so einen klugen Satz … Den hat meine Großmutter oft gesagt, ähm …: „Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“
Ardhi: Mhm, das kenn ich auch: „Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“
Anna: Was meinen Sie, was will man damit sagen?
Aufgabe
Ardhi: „Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Das bedeutet: Am Anfang sieht es immer schlimmer aus, als es ist. Anna: Und dann gibt’s doch noch was mit „kochen“ …
Ardhi: Meinst du vielleicht: „Er kocht innerlich vor Wut“?
Anna: Ja, das meine ich. Wie könnte man das anders ausdrücken?
Aufgabe
Ardhi: „Er kocht innerlich vor Wut.“ Also: Er wird innerlich so heiß wie eine Suppe, die kocht. Das heißt: Er ist wütend. Er ist ärgerlich. Aber er zeigt es nicht. Anna: Und mit Suppe kenn ich auch noch was: „Er findet immer ein Haar in der Sup pe“.
Ardhi: „Er findet immer ein Haar in der Suppe“ – Was könnte das heißen?
Aufgabe
Ardhi: „Er findet immer ein Haar in der Suppe“: Er ist sehr kritisch. Er findet immer etwas, was ihm nicht passt.
Anna: Ja, liebe Hörerinnen und Hörer, davon handelt auch die Szene im Restaurant, die Sie gleich hören werden. Dem Gast schmeckt einfach nichts, er ist sehr kritisch. Aber er sagt es nicht. Er denkt es nur.
Ardhi: Der Kellner sagt auch nicht, was er denkt. Er ist wütend, weil der Gast ihm zu wenig Trinkgeld gibt. Normalerweise gibt man in Deutschland dem Kellner un gefähr 10 Prozent vom Preis als Trinkgeld.
Anna: Hören Sie jetzt also den Gast und den Kellner.
Ardhi: Und Sie hören nicht nur das, was die beiden sagen, sondern auch, was sie denken.
Gast: Guten Tag.
Kellner: Guten Tag. Was darf ich Ihnen bringen?
Gast: Die Karte bitte.
Kellner: Bitte schön, die Karte. Äh, wissen Sie schon, was Sie trinken wollen?
Gast: Ja, äh, bringen Sie mir bitte ein Glas Apfelsaft.
Kellner: Hier, bitte, einen Apfelsaft.
Gast:
Bringen Sie mir bitte ein Schnitzel mit Kartoffelsalat und vorher eine Suppe, bitte.
Kellner: Hier, bitte schön, eine Suppe.
Kellner: Und, hat die Suppe geschmeckt?
Gast:
(er denkt) Die Suppe hat nicht geschmeckt. Sie war zu salzig. Und der Apfelsaft ist zu kalt.
(er sagt) Danke, sehr gut.
Kellner: Hier, bitte schön, das Schnitzel.
Kellner: Hat es geschmeckt?
Gast: (er denkt) Es hat nicht geschmeckt. Das Schnitzel war zu hart. Und der
Kartoffelsalat war zu sauer.
(er sagt) Danke, es hat ausgezeichnet geschmeckt, sehr gut. Bringen Sie mir bitte die Rechnung?
Kellner: Bitte schön, die Rechnung.
Gast: 14,80. Machen Sie bitte 15.
Kellner:
(er denkt) So ein Idiot! Er hat mir so wenig Trinkgeld gegeben. Hoffentlich kommt er nie wieder!
(er sagt) Vielen Dank der Herr. Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal.
Gast: (er denkt) Bis zum nächsten Mal? Ich komme sicher nie wieder her.
(er sagt) Ja, bis zum nächsten Mal. Auf Wiedersehen.
Anna: Na, dem Gast hat es wirklich nicht geschmeckt. „Zu salzig“, „zu sauer“, „zu hart“…
Ardhi: Wie ist das bei Ihnen? Kann man in einem Restaurant ehrlich sagen, wenn es nicht geschmeckt hat?
Anna: Und wenn ja: Wie würde man das sagen?
Aufgabe
Anna: Der Gast war sicher zu kritisch, aber auch zu höflich. Man kann in einem Re staurant in Deutschland sagen, wenn es nicht geschmeckt hat. Zum Beispiel:
Ardhi: (wie ein arroganter Oberkellner) „Hat es Ihnen geschmeckt?“
Anna: (etwas zögernd) „Na ja, ehrlich gesagt, nein. Die Suppe war zu salzig. Und das Schnitzel … etwas zu hart.“
Ardhi: (vornehm) „Oh, das tut mir leid. Ich werde es dem Koch sagen.“ (wieder normal) Du, Anna, weißt du was? Ich hab Hunger.
Anna: Ich auch. Äh, was machen wir da?
Ardhi: Wir gehen essen. Kochen dauert viel zu lange. Anna: Okay! Tschüs.
Regie: Halt, Halt, Halt, die Wiederholung!
Anna + Ardhi: Oh … ach ja … genau.
Wiederholung mit Nachsprechpausen
Anna: Ähm, wir üben schon mal fürs Restaurant. Ardhi ist der Kellner und ich bin der Gast. Und Sie können nachsprechen, was Sie wollen. Okay?
Ardhi: Guten Tag. Was darf ich Ihnen bringen?
Anna: Die Karte, bitte.
Ardhi: Wissen Sie schon, was Sie trinken wollen?
Anna: Bringen Sie mir bitte ein Glas Apfelsaft.
Ardhi: Hat es Ihnen geschmeckt?
Anna: Danke, es hat ausgezeichnet geschmeckt.
Ardhi: Oder:
Anna: Ehrlich gesagt, die Suppe war zu salzig.
Ardhi: Das tut mir leid.
Anna: Bringen Sie mir bitte die Rechnung.
Anna: Tschüs, bis zum nächsten Mal!
Ardhi: Tschüs!
Ardhi: Und, wo möchtest du hingehen?
Anna: Ich möchte gern bayerisch essen.
Ardhi: Und ich möchte italienisch essen!
Anna: Ach nein, dann lieber griechisch!
Ardhi: Nein, griechisch war ich erst gestern. Ich würde gern indonesisch essen ... Anna: Aber das ist doch so scharf, gehen wir lieber thailändisch … äh, das ist noch schärfer …