Der Senat zieht die Bremse, kein Marsch mehr ohne Mandat,
kaum ist der Handschlag der Spezialeinheiten verhallt.
Maduro im Griff, die Straßen tragen noch die Klage,
Juristen tasten im Halbdunkel nach dem richtigen Wort.
Ein Kanzler nennt es komplex, sein Vize sehr bedenklich,
und drüben verspricht ein alter Name, nur kurz zu regieren,
lockt Ölgesellschaften mit glänzenden Feldern.
Zwischen Beschluss und Befehl bleibt der Himmel bleigrau.
Sources:
Zwischen Sturm und Stille, zwischen Grenze und Gesetz,
halten wir die Laternen, zählen keine Uhr.
Stimmen auf den Plätzen, Flaggen an den Masten,
jede Münze, jedes Wort fragt: Wohin geht die Spur?
Tief Elli bläst den Atem der Winterzeit
durch Norden und Nordosten, wie feines Glas der Tag.
Autobahnen stehen still, Lastwagen quer im Wind,
die Bahn stolpert, Züge bleiben fern.
Terminals flackern in Hamburg, Berlin, Dresden, Hannover,
an der Ostsee zieht das Wasser den Gürtel straff.
Am Wochenende knirscht die Kälte unter jedem Schritt,
und die Stadtlaternen zittern über weißen Straßen.
Sources:
Zwischen Sturm und Stille, zwischen Grenze und Gesetz,
halten wir die Laternen, zählen keine Uhr.
Stimmen auf den Plätzen, Flaggen an den Masten,
jede Münze, jedes Wort fragt: Wohin geht die Spur?
In Berlin ziehen Schritte vom Ku’damm zum Adenauerplatz,
am Wittenbergplatz halten Hände Bilder hoch.
Auch Frankfurt antwortet mit warmen Kehlen in kalter Luft,
der Name Pahlavi weht durch Schals und Banner.
In London klettert einer die Fassade der Geschichte,
tauscht an der Botschaft die Farben,
Löwe und Sonne blinken wie ein alter Schwur.
Die Ferne rückt näher, wenn ein Ruf das Echo findet.
Sources:
Zwischen Sturm und Stille, zwischen Grenze und Gesetz,
halten wir die Laternen, zählen keine Uhr.
Stimmen auf den Plätzen, Flaggen an den Masten,
jede Münze, jedes Wort fragt: Wohin geht die Spur?
Zum Jahresbeginn rückt das Portemonnaie ein Stück nach vorn,
der Lohn klettert, der kleine Job darf größer sein.
Das Ticket wird teurer, die Strecke für Pendler einfacher gemacht,
die Umlage für Gasspeicher fällt wie Eis vom Dach.
Der Bund drückt den Strom ein wenig nach unten,
die Aktivrente öffnet Rentnern eine steuerfreie Tür.
In der Gastronomie bleibt die niedrige Steuer auf dem Teller,
alte Führerscheine müssen bald die Farbe wechseln.
Sources:
Zwischen Sturm und Stille, zwischen Grenze und Gesetz,
halten wir die Laternen, zählen keine Uhr.
Stimmen auf den Plätzen, Flaggen an den Masten,
jede Münze, jedes Wort fragt: Wohin geht die Spur?
Bulgarien zählt jetzt in Euro die Tage,
der Lew tritt leise aus dem Rahmen der Zeit.
Die Runde der Gemeinschaft wächst um ein Gesicht,
doch die Regierung ist gerade erst gegangen.
Ein Wechsel inmitten von flackernden Lichtern,
ein Schritt auf glattem Parkett, ohne Halteseil.
Die Frage tanzt: Wer führt, wenn das Taktmaß kippt,
wenn das Klingen der Kassen die Worte übertönt?
Sources:
Zwischen Sturm und Stille, zwischen Grenze und Gesetz,
halten wir die Laternen, zählen keine Uhr.
Stimmen auf den Plätzen, Flaggen an den Masten,
jede Münze, jedes Wort fragt: Wohin geht die Spur?
Und wenn die Nacht den letzten Takt verschluckt,
legt jemand die Hand an den Schalter der Geschichte.
Regeln, Winter, Rufe, Geld – alles zittert im selben Licht.
Wir heben die Laternen höher und schreiben selbst den Schluss.