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Der Atari VC 2600 sorgte mit Pac-Man, Pitfall und Missile Command für die erste Faszination und der C64 prägte meine Kindheit als Computer, der sogar auf Befehle reagierte. Man fühlte sich wie ein Hacker, wenn man mit LOAD"*",8,1 sein Paradroid, Wizball oder River Raid startete. Man lernte andere Spieler kennen, tauschte Disketten und traf sich am Wochenende zum Zocken.

Mit Commodores Spielmaschine entstand eine neue Subkultur unter der Oberfläche all der Schulen und Sportvereine, deren Anziehungskraft weit über jene von Fernsehen, Kino & Co hinausging. Die ganze Magie digitaler Abenteuer entfaltete sich dann so richtig mit dem Nachfolger im Geiste, der von dem Ex-Atari-Entwickler Jay Miner (1932-1994) designt wurde und mich sowie meinen kompletten Freundeskreis ab 1987 in eine andere Galaxie beamte: der Amiga 500.

Und genau darüber spreche ich im Podcast mit Michael Krosta, der mich erst vor ein paar Tagen auf das Jubiläum aufmerksam machte. Denn genau heute vor 40 Jahren, am 23. Juli 1985, feierte der Commodore Amiga 1000 seine spektakuläre Premiere in New York, als Andy Warhol live auf der Bühne digital malte und das Portrait von Blondie-Sängerin Debbie Harry einfach mit der Maus bearbeitete. Davon bekam ich als 12-jähriger nix mit, aber von Frank Elstners Präsentation ein Jahr später schon.

Das war alles nur ein Vorgeschmack darauf, wie stark der Amiga von der Demo-Szene bis nach Hollywood auch Grafiker und Musiker, Kunst und Kultur für ein Jahrzehnt beeinflussen sollte. Auch wenn Commodore dann 1994 die Segel streichen musste, hat der Amiga bis heute viele Freunde. Es gibt Vereine, Events und selbst vierzig Jahre nach seiner Veröffentlichung werden Spiele wie Roguelike für ihn entwickelt. Ach so: Das startet bald auch auf Steam.

Aber jetzt genug erzählt, viel Spaß mit dem Podcast zum 40-jährigen Jubiläum des Amiga!