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Von denen haben wir meistens genug – oder?

Im doppelten Sinne!

Wir machen uns Sorgen um Vieles. Es gibt Vieles, um das wir uns Sorgen machen können, müssen oder es einfach tun.

Gerade wenn wir die Nachrichten anschauen oder lesen.

Der Ukraine-Krieg dauert an und es scheint kein Ende in Sicht zu sein.

Und nun der Konflikt im Gaza-Streifen, der Terror in Israel, die Notlage, Auswegslosigkeit der Menschen.

Die Sorge, dass sich in unserem Land der Antisemitismus verstärkt, die Sorge um unsere Demokratie. Der Klimawandel, der in anderen Teilen der Welt schon stärkere Auswirkungen hat, als wir sie bei uns in Deutschland bisher spüren.

Ich möchte gar nicht weitermachen.

Wir spüren die Not und fragen uns, wie geht es weiter? Was passiert noch?

Dazu kommen die Sorgen in unserem „kleinen“ Lebensumfeld. Sorgen bei Krankheit in Familie und Freundeskreis, Schwierigkeiten bei der Arbeit oder in familiären Situationen.

Was mache ich nur mit all diesen Sorgen.

Bei vielen bin ich hilflos, fühle mich ohnmächtig und überfordert.

Was mache ich?

Gleichzeitig spüre ich die andere Bedeutung dieses Satzes (Von denen habe ich genug!) so deutlich: Nein, ich will mich nicht vor Sorgen verzehren. Ich will mich nicht um so Vieles Sorgen! Das ist eine Sehnsucht, ein Wunsch.

Ja, was mache ich dann? Wegzaubern geht nicht. Wegdrücken, Verdrängen auch nicht – oder nur eine gewisse Zeit.

Heute sang ich plötzlich dieses Lied von Peter Strauch– plötzlich war es da – und deshalb gibt es auch dieses Stufen.aufs.Ohr:

Sorgen quälen und werden mir zu groß. Mutlos frag, ich was wird morgen sein.

Doch du liebst mich – du lässt mich nicht los. Vater du wirst bei mir sein.

Meine Zeit steht in deinen Händen, nun kann ich ruhig sein – ruhig sein in dir. Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.

 Wenn ich morgens oder tagsüber so bei mir bin, anfange zu beten – dann kommen mir viele Menschen und Situationen in den Sinn, die mich bewegen und die zum Sorgen sind. Und dann halte ich alles, was mich in diesem Moment bewegt meinem Vater im Himmel hin. Dem, der mich und die anderen nicht loslässt, dem – der trotz allem – diese Welt in seinen Händen hält. Dem, der den Überblick hat.

Ihm halte ich alle und alles hin und tanke neues Vertrauen, neue Hoffnung, mache mein Herz fest in ihm – dass einmal Friede sein wird und Gerechtigkeit sein wird.

So kann ich dann weitergehen, Ausschau halten, wo ich gefragt bin ein Mensch des Friedens zu sein, wo ich mit aushalten soll und ich selbst Schritte gehen soll, um mein Leben zu verändern, so dass es Gott und den anderen dient.

„Kommt zu mir – alle die ihr mühselig und beladen seid“ sagt Jesus – ich will euch erquicken (Mt 11,28) – heute ermutige ich euch und mich, nicht müde zu werden das zu tun!

Seid gesegnet.