„Ich will mal anders auf die Welt schauen.“
Uwe Paris sucht mit Anfang 30 bewusst den Perspektivwechsel. Die Idee einer Promotion in Kunstgeschichte verwirft er nach einem ernüchternden Besuch am alten Institut: falscher Ort, falsche Zeit, kein Bedarf.
Neben Unterricht und Kulturprojekten erwägt er eine sechsmonatige Beurlaubung, um in der Firma des Vaters ein Praktikum zu machen und „anders auf die Welt zu gucken“. Der Vater, geprägt von Aufstieg aus einfachen Verhältnissen, versteht diesen Wunsch nicht. Paris begründet es mit Neugier, Abneigung gegen Routine und dem Drang, die Dinge aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Die Arbeit im Stahlwerk war ihm dabei nicht fremd, den sein ausgeprägtes technisches Interesse hat er über Jahre an alten Autos (R4, Golf 1, VW Käfer) ausgelebt. Das Praktikum findet nicht statt - aus Respekt vor dem Unverständnis des Vaters.