„Und dann begann eine Geschichte, die ich allein aus sportlichem Ehrgeiz weiterstricken wollte.“
Uwe Paris erlebt den „Urknall“ als Zwangslage, nicht als Plan: Nach dem Tod des Vaters stehen Nachfolge, Schulden und ein täglich betrunkener Mitgesellschafter im Raum – dazu 200.000 Mark, die fehlen.
Paris fährt nach Unterrichtsschluss ins Büro, stellt den Partner mit zwei Schreiben: fristlose Kündigung oder Einigung. Ergebnis: Teilanteile bleiben, aber nur noch Buchhalter – der Weg für Neuordnung ist frei.
Aus sportlichem Ehrgeiz und Pflichtgefühl gegenüber der Mutter übernimmt er Verantwortung, macht er den loyalen Betriebsleiter zum Geschäftsführer und wird – auf dessen Drängen – selbst Geschäftsführer.
Von Kunden zunächst als „Sohn des Freundes“ abgetan, arbeitet er sich ein, umgeht gerichtliche Zutrittsverbote durch Treffen außerhalb der Werke und gewinnt Vertrauen. Parallel reduziert er schrittweise seine Lehrtätigkeit bis zur kompletten Beurlaubung.
Es ist für ihn kein Karrieresprung, sondern eine entschlossene Übernahme – geboren aus Not, getragen von Neugier und Standfestigkeit.