„Regeln sind dafür da, eine Orientierung zu geben, an die man sich potenziell hält.“
Der Unternehmer Uwe Paris führt ins Stahlwerk Bremen – einen Ort, den er zwischen 600 und 800 Mal besucht hat. Mit einem lakonischen Seitenhieb auf „Regeln als Orientierung“ fährt mit dem Audiograf aufs Gelände, dessen Straßennamen die frühere Produktion erzählen: Walzwerksstraße, Stripper-Straße.
Wo einst Kokillen lagerten, stapeln heute Brammen – flache Stahlblöcke wie übergroße Kaugummis. Jedes Stück wiegt 20–25 Tonnen, jedes kann Fehler tragen: Spannungs- und Kantenrisse, die auszubessern sind – der Grund, warum zeitweise über 200 Fachkräfte seiner STD Bremen gebraucht wurden. Links die frisch gegossenen, blau-grauen Brammen, teils noch 500–600 °C heiß; die Wärme flirrt bis zum Auto. Der Rundgang endet am alten Bürocontainer: Alltag zwischen Hitze, Masse und minutiöser Prüfung.
Hinweis: Das Kapitel 20 der Original-Audiografie ist nicht Teil der öffentlichen Fassung.