„Weil so viele sich scheinbar widersprechende, aber doch ergänzende Charakteristika dranhängen.“
Der Künstler Uwe Paris entwirft sein Selbstporträt als Objekt: ein 1,5–1,7 m hohes Flacheisen aus Cortenstahl, auf starkem Stahlfuß verankert und im Boden versenkt.
Die Stahlfläche wird vollständig in geklöppeltes, verdichtetes Blei gehüllt; Kanten verlötet. Anschließend schneidet er Spalten in die Bleihülle, so dass die darunterliegende, rostende Stahlhaut sichtbar wird – harte, plane Fläche trifft auf weiches, formbares Metall und fransige, doch feste Schnittkanten.
Aufgestellt zwischen bodentiefen Fenstern der Kinderzimmer, steht die Skulptur für sein Lebensmotiv: Verbergen und Offenlegen, Härte und Weichheit, Rundung und Kante, Konkav und Konvex. Ein Bild seiner Widersprüche, die sich gegenseitig tragen.