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„Das war eine Verknüpfung von Zwängen und Zufällen. Eine Verkettung von zufälligen Gleichzeitigkeiten.“

Der Unternehmer Uwe Paris begründet den Verkauf des starken Standorts Bremen nicht mit Geldgier, sondern mit Realismus: Sein Kümmern hätte die Lage nicht gewendet – das müsse ein Käufer leisten.

Bei Kirchner misslingt die Nachfolge: Bewerber sehen Risiken am Bildschirm, nicht die Chancen in der Werkhalle. Ein 26-jähriger Metallbauer sagt nach anfänglicher Zusage ab; er rechnet nur Worst-Case und ignoriert verfügbare Puffer.

Paris sucht jahrelang europaweit, erwägt die Verschrottung – und genau dann findet sich ein Käufer: über die Koinzidenz eines Rohmaterial-Händlers und eine belgische Firma, die die komplette Graphitbearbeitungstechnik übernimmt. Mit ihr wechselt auch Tanja samt 27 Jahren Erfahrung – Garantie für Kontinuität. So lebt die Idee Fred Kirchners weiter, an anderem Ort, ohne ihn.

Resümierend schmerzt ihn weniger der Preis als das Unverständnis vieler Entscheider. Heute funktioniert das Modell wieder profitabel – doch in seinem Alter stellt sich nicht mehr die Frage, es selbst fortzuführen.