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„Man muss das Wasser nicht verstehen, um kopfüber hineinzuspringen.“

Ausgangspunkt ist ein Satz aus Seethalers Roman Der Trafikant: „Man muss das Wasser nicht verstehen, um kopfüber hineinzuspringen.“ Darin erkennt sich der Unternehmer Uwe Paris wieder: Erst handeln, dann verstehen.

Sein Urteil über sich: guter Chef, kein guter Unternehmer. Rückblickend hätte sein ideales Muster gelautet: Ideen bauen, tragfähig machen, übergeben. Stattdessen gründete er stets neue GmbHs, verlor Interesse, sobald es lief, und schuf keine tragfähige Struktur. So blieb es im Wesentlichen eine One-Man-Show: Er überzeugte Menschen, stiftete Sinn – und ließ zu oft das Nachhalten liegen.

Die Einsamkeit der Spitze und fehlender Widerspruch verstärkten blinde Flecken. Seine Netto-Bilanz: Kaum Arbeitsplatzverluste, Kundenbeziehungen intakt, die meisten Betriebe bestehen weiter. Privat ist er versorgt und im Reinen. Fazit: Erfolge durch situatives Reagieren und Haltung – verpasste Chancen durch fehlende Systematik.