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„Die Tatsache, dass außer mir nichts übriggeblieben ist, hat mich tiefer getroffen, als ich dachte."

Sieben Wochen nach dem ersten Gespräch in der mittlerweile geräumten Zentrale der STD in Wetter treffen sich Uwe Paris und der Audiograf Ingo Stoll in Bremen wieder. Wie geht es Uwe Paris jetzt?

In den letzten Wochen hat er den fast leeren Betrieb wie ein Wächter durchstriffen: Ordner markieren, Container befüllen, Schlüsselübergabe vorbereiten, danach bleiben nur seine Akten – der Ort geht ihm verloren. Dass außer ihm nichts übrig blieb, trifft ihn tiefer als gedacht.

Die Geschäftsidee lebt in Belgien weiter, doch die Trennung ist endgültiger. Operativ nichts mehr tun zu müssen wirkt erleichternd, zugleich nerven Kleinigkeiten. Er beobachtet Vermeidung und fragt sich, ob es ihm heute schlechter geht oder früher.

Hinter dem Unbehagen steht Trauer über gebrochene Routinen: jahrzehntelang früh aufstehen, ins Büro, samstags Post und Skizzen. Nun klafft ein Loch. Er sucht neue Struktur – der Druck ist weg, die Leere spürbar.