Mein heutiger Gast ist Alice von Gwinner. Nachdem es im letzten Gespräch mit Vreni Hockenjos über Kinderfotobücher etwas theoretischer zuging, wird es mit Alice in dieser Folge wieder sehr „hands on“. Denn mit dem „Mitmalfilm“ haben Alice und ihr Partner Uli nicht nur ein tolles Medienprodukt für Kinder an den Start gebracht, sondern vor allem auch einen spannenden Weg beschritten, um als Mediengestalter*innen und Filmschaffende in der Kindermedienbranche selbstständig Fuß zu fassen.
Der „Mitmalfilm“ ist ein Malbuch, das sich mit Hilfe einer App in wenigen Sekunden in einen kurzen Zeichentrickfilm verwandelt. Er motiviert Kinder also nicht nur zum Malen, sondern auch zum kreativen und selbstbestimmten Experimentieren mit digitalen Medien. Genauso faszinierend wie das Produkt selbst, ist aber auch der Entwicklungsprozess, den Alice und Uli mit dem „Mitmalfilm“ durchlaufen haben. Im Gespräch erzählt Alice nicht nur von verschiedenen Förderprogrammen, für die sie sich beworben haben, sondern auch von einem Auftritt in der Fernsehsendung „Höhle der Löwen“ und ihrer Teilnahme am Stipendienprogramm der Akademie für Kindermedien. Die Geschichte des „Mitmalfilms“ ist also auch eine Art Best Practice-Beispiel für die eigenständige Entwicklung eines Kindermedienangebots. Wie genau der Weg von der ersten Idee zu einem marktreifen Produkt verlaufen ist, welche Hürden es dabei zu überwinden galt, wie die sinnvolle Verbindung von analoger und digitaler Welt gelingen kann und welche Rolle der „Mitmalfilm“ im Kontext von Medienbildung in Kita, Kindergarten oder Grundschule spielen kann, all das erfahrt ihr in dieser Folge mit Alice von Gwinner.