Burkhard Müller-Ullrich im Gespräch mit Philipp Gut, Günther Kleinhanns und René Nehring
Jedes Volk, jede Nation hat „heilige Stätten“: Sie prägen die Identität und das historische Bewusstsein. Solche Erinnerungsorte können Denkmäler, Gebäude oder Schlachtfelder sein, aber auch Eisenbahnstrecken oder Landschaften. Sie können an Triumphe oder Niederlagen erinnern, an Schönes wie an Schreckliches. Allerdings greift in manchen Ländern eine Art Abscheu gegenüber der eigenen Geschichte um sich. Deutschland mit seinem „Sündenstolz“ auf den Nationalsozialismus ist das prominenteste Beispiel. Gibt es ähnliche Tendenzen auch in Österreich und in der Schweiz? Darüber diskutieren Philipp Gut (Schweiz), Günther Kleinhanns (Architekt und Denkmalpfleger, Österreich) und René Nehrung (Chefredakteur der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“).