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Description

Die Erkrankung wird durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen sowie durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase oder Rachen übertragen.
Innerhalb von 7-21 Tagen nach bereits sehr kurzer Exposition kommt zu einer Infektion und löst bei fast allen ungeschützten Infizierten eine klinische Symptomatik aus.
Ansteckend ist man schon 4-5 Tage vor der Erkrankung.


Die Erkrankung beginnt mit einem sogenannten katarrhalischen Stadium, in dem Fieber, Konjunktivitis, Schnupfen, Husten auftreten. Zu Beginn ähneln die Symptome denen eines banalen Virusinfektes.
Krankheitstypisch für die Masern ist ein ebenfalls in dieser Phase auftretendes Enanthem an der Wangenschleimhaut, die sogenannten Koplik-Flecken (kalkspritzerartige weiße Flecken). Der Masernausschlag kommt meist zwischen Tag 2 und 4 der Infektion.


Der Nestschutz ist bei Kindern von geimpften Müttern häufig drei bis vier Monate nach der Geburt nicht mehr nachweisbar.
Die Masernvirusinfektion bedingt eine transitorische Immunschwäche, die Monate bis möglicherweise Jahre andauern kann.
Besonders gefährlich sind die Folgen einer Maserninfektion nämlich eine postinfektiöse Enzephalitis, zu der es in etwa 1 von 1000 Fällen kommt und die seltene subakute Sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Dies stellt eine sehr seltene Spätkomplikation dar, die sich durchschnittlich 6-8 Jahre nach der Infektion manifestiert. Die Prognose dieser Folgeerkrankungen ist infaust.


Nach Angaben der WHO liegt in entwickelten Ländern die Letalität der Masernerkrankung zwischen 0,01% und 0,1%.
In Ländern mit verbreiteter Mangelernährung und hohen Inzidenzen weiterer Infektionen oder bei Personen mit Immundefizienz kann sie bedeutend höher sein.


Die wirksamste präventive Maßnahme zum Schutz vor einer Masernerkrankung ist die aktive Schutzimpfung gegen Masern.
Die Masernimpfstoffe sind Lebendimpfstoffe.
Die Impfstoffe werden als Kombinationsimpfstoffe zusammen mit abgeschwächten Mumps- und Röteln- sowie auch zusätzlich in Kombination mit abgeschwächten Varizellenviren angeboten (MMR- bzw. MMRV-Impfstoffe).
Masern-, Mumps- und Röteln (MMR)-Kombinationsimpfstoffe wurden seit ihrer Zulassung millionenfach verabreicht.
Häufig werden Lokalreaktionen an der Injektionsstelle wie Rötung, Schwellung und Schmerzen für 1-3 Tage beobachtet. Ferner können Allgemeinsymptome wie Kopfschmerzen, Mattigkeit und Fieber auftreten.


Etwa 5-15% der Geimpften zeigen mäßiges bis hohes Fieber zwischen dem 7. und 12. Tag nach Impfung, das 1-2 Tage anhält.
Die Folge findet in freundlicher Zusammenarbeit mit GSK statt.